Ich könnte mir eigentlich mal wieder ein paar Platten kaufen. Taschengeld hab ich ja noch auf der hohen Kante liegen.
My Lover The Killer is a »jazz noir« collaborative project between Lydia Lunch and Marc Hurtado. Sinister, sexy and myterious, the music slithers, erupts and caresses the seductive vocals as they relay twisted tales rife with innuendo, promises and threats. Each song is a rumination on the frightening effects of a mad love spun out of control and the haunting remnants of a lover who still stalks from beyond the grave.
Zum Beispiel was halbwegs neues von Krawallschachtel Lydia Lunch. Hier eine Kooperation mit einem Marc, von dem ich vorher noch nicht gehört habe, mit dem sie aber neulich auch in Berlin war, um alte Sachen von Alan Vega und Suicide aufzuführen, wie man hinterher nachlesen konnte, ich wäre fast hingegangen, das Ergebnis gibts auch als Platte, hat mir aber nicht so gefallen. Die hier dafür um so mehr: Lydia plappert lasziv und obszön und vulgär und nörgelnd und jammernd vor sich hin, im Hintergrund düstere Geräusche und ab und zu Saxophon oder planloses Klavier oder eine Trompete. Das ist mehr so ein Hörbuch, und zwar eins, bei dem man sich herrlich verrucht vorkommen kann, klingt es doch wie der Soundtrack zu einem hinter zugezogenen Vorhängen mit Alkohol- und Drogenmissbrauch und Sex verdämmerten Wochenende.
Nach einer knappen Stunde ist dann aber auch mal wieder gut. Hat jemand aufgepasst? Zugehört? Mitgeschrieben? Zusammenfassung bitte? Nein? Niemand?
Bei Bandcamp wird das Ding folgerichtig als Spoken Word getaggt. Da ich immer Angst hatte, bei so einem Redeschwall zu landen, wenn ich zu einem Lydia-Lunch-Konzert gehe, hab ich mir das schon öfter als das eine mal neulich verkniffen; aber wenn es sowas werden kann wie diese Platte hier, dann gehe ich wohl das nächste mal doch endlich mal hin. Jahrgang 59 die Gutste, da hattse noch ein paar Jahre, das klappt schon nomma mit uns zwei beiden.
Tracks
- Nursing Damage Junkies
- You Can’t Save Anyone
- I’m Sorry But I’m Not
- Homeicide
- Baby Killer
- Shelter
- Ghost Town
- Poltergush
- The Sweeping Of A Moment
- Lucid Madmen
- Ashes Are What’s Left